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Dr. med. Christa Keding
Langzeitwirkung gesichert -
Fallbeispiele der Analytischen Kinesiologie
Behandlungen mit komplementärmedizinischen bzw. "ganzheitlichen" Verfahren bilden immer noch einen minimalen Anteil im Vergleich zu herkömmlichen Therapien, und oft mangelt es an einer ausreichenden Rückmeldung über Langzeitverläufe, die dann auch andere Sucher unter den Therapeuten motivieren können, solche Methoden in ihr Repertoire aufzunehmen. Hier werden einige Beispiele aus der Behandlung nach den Ergebnissen der Analytischen Kinesiologie vorgestellt.
In der Analytischen Kinesiologie (Grundlagen siehe CO'MED 12/2000) geht es darum, durch den Muskeltest Krankheitsursachen zu erkennen, um dann entsprechend dort mit der Behandlung optimal ansetzen zu können. Hierbei wird der Muskeltest in einer klar überschaubaren Weise als Indikator für Störungen eingesetzt, ohne dass über reflektorische Balancierungen per Kinesiologie korrigiert wird, d. h. der Test dient dann "nur" dem Auffinden und Verstehen des Krankheitshintergrundes, die gewählten Behandlungsverfahren können extrem variieren, von Störfeldsanierung über ausleitende Verfahren bis zu Erkenntnisarbeit und Psychotherapie.
Zur Basisstruktur dieses analytischen Vorgehens gehören die Fragen:
Wo liegt die Störung? - Wodurch ist sie bedingt? - Womit lässt sie sich optimal therapeutisch korrigieren?
Lokalisiert werden Symptome und Beschwerden über so genannte Alarmpunkte auf der Körperoberfläche, bei deren Berührung gleichzeitig per Muskeltest am gehaltenen Arm überprüft wird, ob sich in diesem Meridian Störungen zeigen. Diesen "geschwächten" Alarmpunkten - oder auch einem Symptom an sich - werden dann über "Modalitäten" die qualitativen Ursachen zugeordnet. Das heißt, über bestimmte Fingerhaltungen, die auf den so genannten Mudras basieren, lassen sich Krankheitsursachen in vier Kategorien einordnen:
- Strukturell,
- biochemisch,
- emotional und
- elektrisch.
Schon allein hierdurch werden Behandlungen gezielt ausgerichtet und frustrierende, langwierige Therapieversuche vermieden. Wenn beispielsweise chronische Kopfschmerzen von elektromagnetischen Störfeldern induziert werden, macht eine mehrjährige Psychotherapie keinen Sinn; wenn Magenschmerzen emotionalen Stress ausdrücken, nützt eine Ausleitungsbehandlung wenig.
Symptombehandlung - nur die halbe Miete
Die Ursachenerforschung von Krankheiten und Beschwerden ist der Kern der Analytischen Kinesiologie, obwohl sich per Muskeltest auch alle symptomatisch orientierten Therapieformen optimieren lassen, und oft wählen Therapeuten aus eigenen (meist unbewussten) Vorstellungen letztere Behandlungsebene. Das heißt, sie setzen den Muskeltest ein zur Entscheidung über die Therapieform, ein Medikament u. a. und bleiben damit in der Regel am Symptom orientiert. Andere gehen auf die Ebene der Auslöser, wie beim Austesten von Allergien; wobei die Vermeidung des Allergens schon eine wesentliche Hilfe ohne Symptombehandlung darstellt, jedoch ebenfalls nicht an die Wurzel führt, die wiederum der allergischen Disposition zu Grunde liegt. Damit werden dann häufig erfreuliche Erfolge erreicht, jedoch ohne wirklich anhaltende Heilung.
Ohne die Ursachen zu erkennen und zu behandeln, bleiben wir auf halber Strecke stehen.
Langzeitwirkung dokumentiert Erfolg
Auch wenn das systematische Aufdecken und Behandeln von Krankheitsursachen von immer mehr kinesiologisch arbeitenden Therapeuten berücksichtigt wird, ist der Pool an langjährig dokumentierten Krankheitsverläufen (bzw. besser: Gesundungsverläufen) noch dürftig. Durch Rückmeldung eigener "Altpatienten" und aus dem Feedback zahlreicher Therapeuten, die die Systematik der Analytischen Kinesiologie erlernt hatten, gibt es inzwischen aber zunehmend Feedback über die Langzeiterfolge. Hierzu einige Beispiele:
Fall 1: Patientin, damals 53 Jahre, mit schwersten Nahrungsmittelallergien. Ursache war eine Amalgamvergiftung, eine Zahnsanierung war bereits durchgeführt worden, die Ausleitung war bis dato nach Muskeltest insuffizient geblieben. Nach Behandlung über sechs Monate mit potenziertem Silberamalgam und Drainage mit (nur zwei!) homöopathischen Komplexmitteln konnte sie sich wieder weitgehend normal ernähren. Nach sieben Jahren suchte sie erneut Rat, bis dahin sei es ihr gut ergangen, es stellte sich heraus, dass inzwischen noch eine "Nachbesserung" der Ausleitung nötig war (durch erneute Freisetzung von Amalgam aus Depots?), nach der sie dann wieder rasch beschwerdefrei wurde.
Fall 2: Vierjähriges Mädchen mit Alopezia areata, damals seit einem Jahr erfolglos von Hautarzt und Heilpraktiker behandelt. Der Test wies zu 50% auf ein externes Störfeld hin, das von einem Baubiologen nachgewiesen und saniert wurde, und zu 50% auf ein emotionales Eifersuchtsproblem, das wir mit einem Emotional-Stress-Release (ESR) einmalig behandelten. Elf Jahre später (!) suchten die Eltern aus anderen Gründen die Praxis auf und teilten mit, dass die Haare innerhalb weniger Wochen vollständig nachgewachsen waren.
Fall 3: 80-jährige Patientin, die seit über 40 Jahren nach einer Meningitis unter Kopfschmerzen litt. Die Behandlung mit den ausgetesteten hoch potenzierten Krankheitserregern ließ die Kopfschmerzen schon nach zweimaligem Verabreichen verschwinden. Jetzt, fünf Jahre nach der Behandlung, erfuhren wir von Familienangehörigen, dass die Patientin immer noch beschwerdefrei ist.
Fall 4: Ein 55jähriger Mann litt als begeisterter Langstreckenläufer unter anhaltenden Schmerzen in den Knien. Vom Orthopäden wurde ihm nahe gelegt, auf das Laufen zu verzichten, die Beschwerden seien degenerativ durch die permanente mechanische Belastung bedingt. Der Test ergab hingegen eine alte Borrelien-Infektion als Ursache. Zwar etwas ungläubig, letztlich aber ohne Risiko, wurde die ausgetestete Therapie mit Borrelien-Nosoden und einem begleitenden Lymphdrainage-Mittel über drei Monate durchgeführt. Nach ca. vier Wochen war der Patient beschwerdefrei (ohne jegliche weitere physikalische oder sonstige symptomatische Behandlung), wenige Wochen später siegte er im Senioren- Marathon. Das war 1990 - seitdem traten trotz zunehmendem Lebensalter und weiterem Langstreckenlauf keine nennenswerten Beschwerden mehr auf.
Außer diesen individuell dargestellten Fällen gibt es eine Fülle von Rückmeldungen über anhaltende Heilerfolge oder deutliche Besserungen, in denen es im Laufe von mehr als zehn Jahren weder zu Rezidiven noch zu Krankheitsprogredienz kam.
Diese Beobachtung beschränkt sich nicht auf bestimmte Indikationen und Krankheitsbilder, sondern die Erfolge erstrecken sich von den "neuen Volkskrankheiten" Allergie, Neurodermitis, Mykosen bis zu malignen Erkrankungen und "Exoten". Zwar sind es eher die Ausnahmen, in denen derart wenige Sitzungen, wie in den obigen Fällen beschrieben, für einen dauerhaften Erfolg ausreichten. Aber selbst wenn erst die Kombination verschiedener Maßnahmen in schrittweise aufeinander folgenden Behandlungen, wie Störfeldsanierung, Ausleitung und psychotherapeutische Begleitung, anhaltenden Erfolg sicherten, so bleibt das Ergebnis nicht weniger eindrucksvoll.
Zumal gerade die Vielzahl von Fällen und die langfristig anhaltende Besserung oder Heilung auf Dauer einen Suggestionseffekt ausschließt. Dieses Feedback möge zunehmend mehr Therapeuten ermutigen, die noch wenig anerkannten und doch so durchgreifend wirksamen Alternativen zur Schulmedizin ernst zu nehmen und vielleicht sogar in das eigene therapeutische Arbeiten zu integrieren.
Anm. d. Red.: sanskritisch "Siegel, Zeichen",in der indischen Tanz- und Schauspielkunst, der bildenden Kunst und Religion verwendete zahlreiche Handhaltungen mit eigener symbolischer Bedeutung.
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