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CoMed - Artikel-Archiv:

Prof. Dr. Max Lüscher

Das hyperaktive Kind ist nicht aktiv

Die Farbe als Schlüssel zum Unterbewussten

Die ungenaue Beobachtung und eine psychologisch falsche Bezeichnung haben zur Etikette "Das hyperaktive Kind" geführt. Was äußerlich und oberflächlich gesehen als Aktivität erscheint, ist in Wirklichkeit eine übererregte Unruhe, worunter diese Kinder leiden. Aktivität und übererregte Unruhe sind zwei psychisch und vegetative radikal verschiedene Zustände.

Die Aktivität zeigt sich in der Lüscher-Color-Diagnostik als Bevorzugung der Testfarbe Orangerot. Die übererregte Unruhe hingegen wird aus der Ablehnung des Dunkelblau diagnostiziert. Die übererregte Ruhelosigkeit ist eine psychische und vegetative Störung, die mit der Testfarbe Dunkelblau objektiv gemessen werden kann.

Die Ablehnung von Dunkelblau bedeutet:

"Angst vor Leere." "Angst vor dem schwarzen Loch."

Fühlt sich vernachlässigt. Hat sich entfremdet. Unzufriedenheit. Alles Bestehende befriedigt die Ansprüche nicht. Will deshalb etwas Anderes haben und will mehr haben. Ist daher ruhelos und begehrend. Kann nicht verweilen. Wird leicht ungeduldig. Ist dadurch überreizt. Psychovegetativ: überreizte Ruhelosigkeit."

Die äußere Beobachtung oder eine verbale Befragung reichen nicht aus, um die unbewusste Ursache der so genannten Hyperaktivität zu erkennen:

Weder ein Kind noch ein Erwachsener ist in der Lage, die unbewusste, emotionale Motivation zu erkennen und darüber zu sprechen. Man weiß zwar, was man will, aber selbst der Erwachsene weiß nicht, warum er es will, denn die emotionale Motivation läuft unbewusst ab. Mit der non verbalen Lüscher-Color-Diagnostik hingegen kann die unbewusste emotionale Motivation, also die Ursache sichtbar gemacht und gemessen werden.

Bei der so genannten Hyperaktivität ist noch eine zweite Ursache feststellbar:

Sie ist zwar weniger häufig, doch kann sie für sich allein oder zusammen mit der überreizten Ruhelosigkeit auftreten und damit den pathologischen Zustand verstärken. Diese zweite Ursache ist eine andere Grundform der Angst. Sie wird aus der Ablehnung der Testfarbe Gelb diagnostiziert.

Die Ablehnung von Gelb bedeutet:

"Angst vor Verlorenheit. Angst vor Unsicherheit und vor dem Verlust einer emotionalen Beziehung. Psychovegetativ: Erregtheit aus Ängstlichkeit."

Was wir sehen ist die "Hyperaktivität"- was wir hingegen nicht beobachten können, ist die unbewusste Motivation:

Die Ursache.

Wir können die unbewusste Angst vor resonanzloser, liebloser Leere und die Angst vor emotionaler Unsicherheit und Verlorenheit nicht sehen und nicht erfragen. Wir können sie jedoch mit der non verbalen Lüscher-Color-Diagnostik aufdecken und messen.

Wenn sowohl die Angst vor der Beziehungslosigkeit und Leere als auch die Angst vor Verlorenheit und emotionaler Unsicherheit bestehen, dann summieren sich die beiden Ängste. Daraus entsteht das Gefühl der inneren Einsamkeit und Verlassenheit.

Bei diesen beiden Grundängsten besteht eine überreizte Erregtheit:

Darum ist es unmöglich, sich normal oder ruhig zu verhalten.

Deshalb muss die innere Erregtheit abreagiert werden durch äußere, hektische Reize und durch ruhelose Motorik.

Äußere Reize liefern das Fernsehen, die Computerspiele, die Schlagzeugmusik, der rasende Extremsport sowie die Fun- und die Konsum-Kultur. All diese äußeren Reize sind zwar nicht die innere Ursache der Übererregtheit, aber sie bieten die benötigte, äußere Ergänzung.

Die innere Erregtheit der unbewussten Ängste und das äußere Angebot ergänzen sich:

Sie schließen sich zu einem Teufelskreis zusammen, der sich immer schneller dreht.

Würde man einem Kind, das aus Angst erregt ist und schreit, einfach den Mund zuhalten?

Ist es richtig, dass Mediziner, welche die psychodiagnostische Ursache nicht erkennen, die sogenannte Hyperaktivität einfach mit Pharmaka blockieren, statt die Ursache zu behandeln?